Ausreichend Wasser trinken – Deshalb ist es so wichtig!

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Ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist gar nicht so einfach, oder? Prof. Dr. Kurscheid erklärt, warum es so wichtig ist, genügend Wasser zu trinken und welche essentiellen Vorteile es für den Körper hat:

Das Leben auf der Erde entwickelte sich aus dem Wasser der Weltmeere, den Ozeanen. Das Erbe tragen wir immer noch in uns: Der erwachsene menschliche Körper besteht zu etwa 60 bis 65 Prozent aus Wasser! Der Wasseranteil ändert sich mit dem Lebensalter. Kleinkinder bestehen zu 85 Prozent, ältere Menschen zu 50 Prozent aus Wasser.

Wir verlieren dieses kostbare Wasser, wo wir es nicht vermuten: Selbst an einem normalen Wintertag geben wir über die Haut 0,5 Liter ab. Wenn wir im Sommer schwitzen, kann es schnell über 1 Liter sein. Zudem atmen wir täglich mehr als einen halben Liter über die Lunge aus. Dazu kommt der Flüssigkeitsverlust durch den Stoffwechsel.

Daraus wird schnell klar: Ohne regelmäßige Flüssigkeitszufuhr geht es uns sehr schnell sehr schlecht. Schon ein Tag ohne Trinken schwächt uns erheblich und bringt uns an unsere Grenzen.

Aber wie viel sollten wir trinken? Immer wieder gibt es die Empfehlung, dass doch 1,5 Liter reichen. Klar, im Notfall kommt der Körper damit zurecht. Er stellt auf Wassersparen um, scheidet weniger aus, der Urin wird dunkelgelb. Auf Dauer steigt dadurch unter anderem auch das Risiko für Nierensteine und Blasenkrebs. Aber warum sollte wir in unseren Breitengraden den Körper zum ständigen Wassersparen zwingen, wenn Trinkwasser doch jederzeit und überall verfügbar ist? Die Stiftung Warentest urteilt, dass Leitungswasser mindestens die gleiche Qualität hat wie Mineralwasser. Es besitzt meist eine sehr gute Zusammensetzung, was die Mineralien und Spurenelemente angeht. Ökologisch hat es zudem den Riesenvorteil, dass Flaschen und Transportwege wegfallen.

Also machen Sie es Ihrem Körper doch leicht und verwöhnen ihn mit reichlich Wasser. Denn das hat eine Menge Vorteile, vor allem, wenn Sie es gleichmäßig über den Tag verteilen. Wir sind schließlich keine Kamele, die einmal täglich oder sogar noch seltener am Wasserloch ihren Durst stillen. Während bei den Kamelen und Dromedaren die Höcker, die das Wasser speichern, bei Durst „hängen“, verliert bei uns etwas anderes an Spannkraft: unsere Haut! Die sieht bei guter „Bewässerung“ einfach frischer aus.

Außerdem leidet unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, wenn bereits ein viertel Liter Wasser fehlt. Trinken Sie also am besten ein Glas Wasser pro Stunde. So vermeiden Sie von morgens an ein geistiges und körperliches Leistungstief!

Wasser wie Jüngere. Die stündliche Erinnerungsfunktion des Smartphones kann hier helfen. Ein Rat: Sind Sie schwer nieren- oder herzkrank, sollten Sie vor Erhöhung der Trinkmenge über das bisherige Maß Rücksprache mit Ihrem Arzt halten.

Wer dadurch statt der Minimalmenge von 1,5 dann 3 Liter trinkt, tut auch noch etwas für seine schlanke Linie. Denn jeder Liter Wasser entzieht dem Körper 100 kcal. Außerdem reduziert es das Hungergefühl, vor allem auf Süßes, wie ich bei meinen Patienten immer wieder feststellen kann.

Gerade ältere Menschen haben vielfach kein Durstgefühl mehr und trinken daher oft zu wenig. Sie benötigen aber genau so viel

Sportler und Aktive müssen generell mehr trinken! Denn Schwitzen erhöht zwar den Wasserverlust, ist aber gleichzeitig auch die „Klimaanlage“ des Körpers. Funktioniert die aufgrund von Wassermangel nicht, drohen ernste Schäden bis hin zum Hitzeschlag. Das gleiche gilt bei Fieber. Pro Grad Temperaturerhöhung sollte 1 Liter Wasser zusätzlich getrunken werden.

Also zurück zu unserem Ursprung, zurück zu unserer Quelle, zum Lebenselixier: zum Wasser!

 

Quellen:

Prof. Dr. Kurscheid

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